JU: Vorstandsneuwahlen mit rheinland-pfälzischer Beteiligung

| Kategorie: Kategorie: Allgemein | 2 Minute(n) Lesezeit
Marc Philipp Janson (c) Tobias Koch

Am vergangenen Wochenende fanden sich Mitglieder der Jungen Union aus dem ganzen Bundesgebiet zum jährlichen Deutschlandtag zusammen. Im Mittelpunkt des diesjährigen Treffens standen inhaltliche Beratungen zu den Themen Außen- und Verteidigungspolitik sowie die turnusgemäßen Neuwahlen.

Der bisherige Bundesvorsitzende Tilman Kuban war aus Altersgründen nicht erneut angetreten. Die Delegierten des Deutschlandtags verabschiedeten ihn unter tosendem Beifall und dankten ihm für die Arbeit in den letzten Jahren. Kuban hatte den Verband modernisiert, Hilfsaktionen in der Corona-Pandemie sowie zur Unterstützung der Ukraine initiiert und auch acht gewählte JU-Mitglieder im CDU-Bundesvorstand (6 davon weiblich) sind zu seinen Erfolgen zu zählen.

Neuer Bundesvorsitzender ist Johannes Winkel (31), Landesvorsitzender der JU Nordrhein-Westfalen. Er überzeugte die Delegierten mit einer starken inhaltlichen Rede, in der er den Anspruch der JU Vordenker der Union zu sein unterstrich. Winkel betonte, dass die CDU auch unangenehme Diskussionen führen müsse, besonders in Hinblick auf die Generationenfrage und die Finanzierung der Rente. Er fordert dafür auch eine moderne Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, damit sich Karriere und Kinder vereinbaren lassen. 

Marc Philipp Janson aus Rheinland-Pfalz setzt erfolgreiche Arbeit im Bundesvorstand fort

Marc Philipp Janson (29) aus Mainz, der bereits seit 2019 dem Bundesvorstand der Junge Union angehört, wurde als Beisitzer wieder gewählt. Der Psychologe und Bildungsforscher leitete die Kommission Bildung und Forschung und erarbeitete dort Positionierungen der JU. Dazu zählt unter anderem ein Reformentwurf zur Bildungsfinanzierung, der nationale Bildungsfonds. Hier spricht sich die JU für eine Ablösung des bisherigen BAföG durch eine nachgelagerte Bildungsfinanzierung mit sozialer Absicherung aus, die nicht mehr zwischen Studium und Ausbildung unterscheidet.

Janson machte sich in den letzten zwei Jahren für die Junge Union auch öffentlich für die Belange von Bildung und der Situation junger Menschen stark. Er kritisierte die lange Vernachlässigung von Bildungseinrichtungen in der Corona-Pandemie und vor kurzem machte er deutlich, dass die Schließung von Hörsälen, wie in Koblenz angekündigt, der falsche Weg in der Energiekrise sind, wenn nun tausende WG-Zimmer separat geheizt werden, während für die Betroffenen immer noch Unklarheit bezüglich der Auszahlung der Energiepauschale herrscht.

Ukrainekrieg beherrschendes Thema – über 150 inhaltliche Anträge

Neben den Reden von Unions-Spitzenpolitikern wie Friedrich Merz war inhaltlicher Fokus die Beratung des Leitantrags, der vor dem Hintergrund des Ukrainekonflikts eine Neuausrichtung der deutschen Verteidigungspolitik fordert. Dazu gehört ein stärkeres Bekenntnis zur Bundeswehr als Garant für die nationale Souveränität als auch eine Neuorganisation des Beschaffungswesens mit einer adäquaten finanziellen Ausstattung. Die JU fordert mehr Beteiligung Deutschlands im Hinblick auf europäische Verteidigung und das transatlantische Bündnis. Dieses klare Bekenntnis wurde vom neuen Botschafter der Ukraine in Deutschland, der auf dem Deutschlandtag sprach, sowie in einer Videobotschaft des Kiewer Bürgermeisters Vitali Klitschko klar begrüßt.

Darüber hinaus berieten die Delegierten über 150 allgemeine Sachanträge. Darunter auch fünf Anträge, die vom rheinland-pfälzischen Bundesvorstandsmitglied Janson eingebracht wurden, und allesamt beschlossen wurden. Darunter auch Beschlüsse, die die JU Rheinland-Pfalz auf ihrem letzten Landestag beschlossen hatte, wie eine bessere Organisation der Studienplatzvergabe.

www.ju-rp.de

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