Sparkurs zu Lasten der Kinder

| Kategorie: Kategorie: Aus der Fraktion | 1 Minute(n) Lesezeit

Mehr als 26.000 Kita-Plätze fehlen in Rheinland-Pfalz. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung. Sie teilt mit: „Die Zahlen belegen, dass Rheinland-Pfalz den bundesgesetzlich verankerten Rechtsanspruch auf einen Platz in der Kindertagesbetreuung auch bis 2023 nicht für jedes Kind, dessen Eltern einen Bedarf haben, einlösen kann. Die größte Hürde weiterhin: der Fachkräftemangel. Für Thomas Barth MdL, Kita-Experte der CDU-Landtagsfraktion, ist das Problem hausgemacht: Die Landesregierung, allen voran Bildungsministerin Hubig, hat mit der Einführung des neuen Kita-Gesetzes seit Juli 2021 die Fachkräfte-Kind-Relation so verändert, dass immer weniger Erzieherinnen und Erzieher mehr Kinder betreuen müssen. 

Laut der aktuellen Berechnung übersteigt vor allem für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren der Bedarf deutlich das Angebot. Um insgesamt genügend Kita-Plätze anbieten zu können, müssten 6700 Betreuer neu eingestellt werden. Die entstehenden Personalkosten: fast 291 Millionen Euro im Jahr.

Der Landtagsabgeordnete Thomas Barth betont: „Seit Jahren bemängeln wir als CDU, dass an den Einrichtungen im Land Personal fehlt, um den gesetzlichen Betreuungsanspruch tatsächlich umzusetzen.“ Der Kita-Kurs der Landesregierung sei ein Sparkurs zu Lasten der Kinder. „Viele Angebote in den Einrichtungen, die Arbeit am Kind betreffend, mussten eingeschränkt werden. Die deutliche Mehrarbeit in den Einrichtungen mit dem Rechtsanspruch auf eine durchgehende Sieben-Stunden-Betreuung wird durch das Kita-Gesetz nicht ausgeglichen – im Gegenteil.“ Die Planlosigkeit bei der Personal- und Fachkräftegewinnung im Zuge des gesamten Gesetzgebungsverfahrens zum neuen Kita-Gesetz falle der Landesregierung jetzt auf die Füße.

Barth stellt heraus: „Als CDU-Landtagsfraktion setzen wir uns dafür ein, den Beruf der Erzieherin und des Erziehers attraktiver zu gestalten. Dazu gehören bessere Arbeitsbedingungen, Entlastungen und eine bessere Bezahlung. Das ist uns eine gute und verlässliche frühkindliche Bildung und Erziehung wert.“ Zudem müsse das Kita-Gesetz auf den Prüfstand, so Barth.

Wir haben Elke Schanzenbächer, in der Verbandsgemeinde Freinsheim als Beigeordnete für die Kindertagesstätten verantwortlich, um einen Blick aus der Praxis gebeten. Sie hat für uns aufgeschrieben, was aus ihrer Erfahrung nötig ist, damit sich die Situation in den Kitas verbessert.  mehr

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