Warum die Dienstpflicht uns weiterbringt

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit
Christian Baldauf auf dem CDU-Bundesparteitag in Hannover (c) Tobias Koch

Spätestens seit der Aussetzung der Wehrpflicht und des Zivildienstes wird in der CDU intensiv über Alternativen diskutiert. Denn viele jungen Menschen möchten sich zeitweilig und konkret für unser Land und unsere Gesellschaft engagieren. Dafür will die Union nun den Rahmen schaffen – und hat beim Bundesparteitag einen Beschluss zum sogenannten Gesellschaftsjahr gefasst. Der CDU-Landesvorsitzende Christian Baldauf MdL war einer der Initiatoren des Antrags.

Baldauf sprach sich für ein verpflichtendes Dienstjahr aus, wie es nun auch beschlossen wurde – die Delegierten diskutierten kontrovers jedoch auch eine freiwillige Variante. Christian Baldauf betont: „Wir leben in schwierigen Zeiten, in denen viele Menschen verunsichert sind – durch Pandemie, Krieg und Krisen wie den Klimawandel. Unsere Gesellschaft steht dadurch vor großen Herausforderungen. Um diese meistern zu können, müssen wir zu einem stärkeren Miteinander und gegenseitigem Verständnis, zu Toleranz und Offenheit für andere Meinungen oder Lebensweisen zurückfinden. Andernfalls sehe ich unsere freie und demokratische Gemeinschaft in ernster Gefahr. Der Staat braucht eine funktionierende Bürgergesellschaft. Ich bin der Überzeugung, dass ein Gesellschaftsjahr die Solidarität im Zusammenleben nachhaltig stärken wird, weil es Menschen ganz unterschiedlicher Herkunft zusammenführt. Und ich bin der Überzeugung, dass ein solcher Dienst bereichernd und positiv auch für den Einzelnen ist.“

Um wirklich etwas bewegen zu können – für unsere Gesellschaft und für den Einzelnen – müssten aber vor allem jene erreicht werden, die einem solchen Dienst für die Gemeinschaft eher fernstehen oder die freiwillig nicht über ihren eigenen Tellerrand hinaus blicken würden. „Deshalb ist das Gesellschaftsjahr aus meiner Sicht nur zielführend, wenn wir es verpflichtend einführen“, so Baldauf.

Die CDU möchte eine einheitliche Regelung in ganz Deutschland statt föderaler Vielfalt. Dazu notwendige Änderungen im Grundgesetz will die CDU in den kommenden Jahren auf den Weg bringen.

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