CDA setzt sich für 49 Euro-Ticket ein

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit
(c) Christiane Lang

Das 9-Euro-Ticket im Sommer erfreute sich hoher Beliebtheit. Doch nur wenige Fahrten mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln haben tatsächlich Autofahrten ersetzt. Ein großer Teil war auf einen Mitnahme-Effekt zurückzuführen: Es wurden Fahrten unternommen, die ohne Subvention gar nicht stattgefunden hätten. Vor diesem Hintergrund macht die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) Rheinland-Pfalz Vorschläge für eine Attraktivitätssteigerung des Nahverkehrs.

„Der Nahverkehr kann das Auto nur ersetzen, wenn er sowohl vom Preis als auch vom Fahrkomfort konkurrenzfähig ist“, sagt dazu die CDA-Landesvorsitzende Jessica Weller. Dazu gehöre es auch, dass die Gesamtreisedauer einschließlich Wartezeiten sich stärker an die Reisezeit mit dem PKW annähert. „Der Aspekt der Reisedauer ist insbesondere für Berufspendler von größter Bedeutung“, so Weller.

Die CDA fordert daher, dass die Subventionsmittel nicht allein zur Senkung des Fahrpreises aufgewendet werden, sondern auch genutzt werden, um das Angebot des ÖPNV auszuweiten. Es nutze nichts, wenn die Züge und Busse vom Ausflugsverkehr mit billigen Tickets geflutet werden, und die Berufspendler zu langen Fahrzeiten noch Bequemlichkeitseinbußen in überfüllten Zügen hinnehmen müssten.

„Wir schlagen als CDA daher vor, ein bundesweit gültiges Ticket für 49 Euro im Monat einzuführen, diese Einführung aber mit einer deutlichen Angebotsausweitung vor allem auf den Pendlerrouten zu verbinden“, so Weller weiter.
Insbesondere müsse aber sichergestellt werden, dass diese Nahverkehrssubvention nicht von den Kommunen geschultert werden muss. Ihr Ziel ist die Senkung des CO2-Ausstoßes und die Verminderung des Primärenergieverbrauchs. Beides sind bundespolitische Ziele, die nicht auf dem Rücken der Städte und Gemeinden finanziert werden dürfen, sondern aus der Kasse des Bundes kommen müssen.

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