Sprache als Grundstein: Förderung erhalten!

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 2 Minute(n) Lesezeit

Die SPD-geführte Bundesregierung hat angekündigt, dass das erfolgreiche Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ in diesem Jahr auslaufen wird. Es hat über zehn Jahre lang Kinder, die es besonders schwer haben, gefördert. Mehr als 250 Kitas sind auch in Rheinland-Pfalz davon betroffen. Aus den Reihen der Union kommt dazu breiter Protest. Und auch ein breites Bündnis von Kita-Trägern, Elternvertretern und Gewerkschaften läuft Sturm gegen die Entscheidung. Bundesweit profitieren rund 500.000 Kinder von dem Programm – warum also die Sprachförderung unbedingt beibehalten werden sollte.

Die CDU-Landtagsfraktion macht sich dafür stark, die sprachliche Bildung in Kindertagesstätten nicht nur zu erhalten, sondern im Gegenteil: sogar auszubauen. Der Abgeordnete und Kita-Experte Thomas Barth betont, gerade nach der langen Zeit der Corona-Pandemie sei das Bundesprogramm „Sprach-Kitas“ von enormer Bedeutung, weil viele Kinder eine besondere Förderung bräuchten. Das betreffe vor allem Kinder mit Migrationshintergrund sowie aus bildungsbenachteiligten Familien, die davon besonders profitiert hätten.

„Frühkindliche Bildung wird immer wichtiger und die Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle“, so Barth weiter. Angesichts der aktuellen Herausforderungen die Finanzierung des Förderprogramms respektive des zusätzlichen Fachpersonals zum Jahresende auslaufen zu lassen, sei ein herber Schlag für unsere Kitas. Neben vielen weiteren bezeichnet auch die Bad Kreuznacher Bundestagsabgeordnete Julia Klöckner die geplante Streichung als „unverantwortlich“. Sie sieht die Landesregierung in der Pflicht, die Förderung für zusätzliche Fachkräfte im sprachlichen Bereich in Kitas zu übernehmen.

So sieht es auch Thomas Barth MdL. Er erwartet von der Landesregierung, dass diese sich beim Bund mit Nachdruck für die Fortführung des Programms einsetzt oder selber den Ausfall adäquat mit Sprachexperten kompensiert.  Denn die von der Landesregierung stets gelobte integrierte Spracharbeit im Kita-Alltag sei nicht dazu geeignet, sprachliche Defizite, die immer häufiger auftreten und eben auch zunehmend muttersprachliche Kinder betrifft, adäquat zu beheben. „Zusätzliche und verbindliche sprachliche Förderung gehören professionell in jede Kita. Nur so gelingt es uns, unseren Kindern besseres Deutsch beizubringen und ihnen den Übergang von der Kita in die Schule zu erleichtern.“

Kita-Experte Thomas Barth MdL

Barth erinnert in diesem Zusammenhang auch an die von der CDU-Landtagsfraktion seit langem geforderten verbindlichen Spracherhebungen im letzten Kitajahr, dem Schulvorbereitungsjahr, um die Kleinsten sprachlich angemessen für die Grundschule vorzubereiten.

Die CDU-geführte Bundesregierung hatte das Programm der Sprach-Kitas vor elf Jahren auf den Weg gebracht, weil Sprache doch für die Kleinsten die Eingangstür in ein gutes Leben ist: Wer die eigene Sprache nicht richtig beherrscht, hat weniger Chancen.

Die Autoren eines offenen Briefs an die Bundesregierung, darunter die Bundeselternvertretung und der Deutsche Kita-Verband, ergänzen zum angekündigten Aus der Sprach-Kitas: „Damit werden die Kinder, ihre Familien, aber auch die pädagogischen Fachkräfte in unseren Kitas allein gelassen. Dabei sind sie es, die unermüdlich die hohe pädagogische Qualität gewährleisten.“

Für alle bleibt zu hoffen, dass der breite Protest Wirkung zeigt. Allen voran für unsere Kleinsten.

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