Keine Genderexperimente an Schulen!

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit

„Liebe Schülerinnen und Schüler. Liebe SchülerInnen. Liebe Schüler:innen. Liebe Schüler*innen“ – was gefällt Ihnen am besten, liebe  Leserinnen und Leser?

Gendern Sie auf der Arbeit oder in der Freizeit? Die Debatte um Sternchen, Unterstrich oder Doppelpunkt beim Gendern erhitzt noch immer die Gemüter. Vor kurzem haben rund 70 Sprachwissenschaftler und Philologen scharfe Kritik an der Genderpraxis im öffentlich-rechtlichen Rundfunk geübt. Kritisiert wird insbesondere eine „Missachtung der amtlichen Rechtschreibregeln“, eine „orthografische Freizügigkeit“ durch Gendersterne und andere Binnenzeichen sowie eine Abweichung von der geltenden Aussprachenorm durch die künstliche Pause vor dem „innen“.

Wir haben Dr. Markus Reinbold, Schulleiter des Bischöflichen Willigis-Gymnasiums und des Willigis-Schulverbunds in Mainz und CDU-Mitglied in Mainz, gefragt, wie er als Lehrer auf die Debatte blickt – schließlich werden in den Schulen die Grundlagen korrekten Schreibens und Sprechens gelegt. Reinbold: „Vor allem im akademischen Raum wird im Zuge der Genderdebatte ein Kulturkampf auf dem Rücken der – Studenten? Studentinnen und Studenten? Studierenden? Student*innen? – ausgetragen. Fälle von Punktabzug bei Nicht-Gendern machen die Runde. An den Schulen ist dies bisher zum Glück kein großes Thema. Das sollte auch so bleiben.“ Es gebe verbindliche Sprachregeln, die zuletzt etwa der Rat für deutsche Rechtschreibung noch einmal klargestellt habe: Das amtliche Regelwerk gilt für Schulen sowie für Verwaltung und Rechtspflege.

Der Landesvorsitzende der CDU Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, spricht sich ebenfalls für klare Richtlinien an Schulen aus: „Unsere Schülerinnen und Schüler brauchen klare, verständliche und praxisgerechte Regeln. Gegenwärtig sehen wir allerdings mit der selbstverordneten Abkehr einzelner Institutionen von geltenden Schreib- und Sprachregeln eine Entwicklung, die gerade bei jüngeren Schülerinnen und Schülern mehr Verwirrung als Sinn stiftet. Gerade in der Rechtschreibung ist für den Spracherwerb von Kindern ein klares, verbindliches Regelwerk nötig.“

Beide sind sich einig, dass Schulen nicht individuell entscheiden können, wie gegendert wird. „Ich erwarte auch von Bildungsministerin Hubig, dass sie auf Genderexperimente in den Schulen verzichtet und klarstellt, welches Regelwerk für den Spracherwerb von Kindern verbindlich ist. Sprache muss bei allem Veränderungsbedarf in allererster Linie verständlich bleiben. Sie muss vernünftig sprech- und lesbar sein, darf nicht kollektiviert werden und muss zusammenführen, nicht spalten“, so Baldauf.

Schulleiter und CDU-Mitglied Dr. Markus Reinbold

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