„Wir Mitglieder sind es, die nah dran sind an den Menschen“

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 2 Minute(n) Lesezeit
Claudia Siebner mit dem Leiter der Programm- und Grundsatzkommission, Carsten Linnemann

Grundsätzlich CDU: Die Union soll ein neues Grundsatzprogramm bekommen. Das vierte seit ihrer Gründung vor gut 80 Jahren. Um Klarheit und um Unterscheidbarkeit soll es gehen. Den Weg geht die CDU gemeinsam mit ihren Mitgliedern. 250 davon waren in dieser Woche nach Berlin gereist. Mit dabei war auch Claudia Siebner (56) aus Mainz, die sich seit 40 Jahren in der CDU engagiert und sich für eine der zehn Fachkommissionen im Prozess zur Programm beworben hatte.

Frau Siebner, wie war der Auftakt in Berlin?

Es war die Aufbruchstimmung spürbar, die wir in den vergangenen Jahren ein Stück weit vermisst haben. Es ist wirklich deutlich geworden, dass man die Mitglieder mitnehmen will, ihnen die Chance geben möchte, sich einzubringen. Und ich bin überzeugt, dass das auch der allerbeste Weg ist. Ich bin seit 40 Jahren in der CDU – und wir Mitglieder sind es, die nah dran sind an den Menschen und die am Infostand die Prügel beziehen. Deshalb ist es gut, wenn die Partei bei der Erneuerung ihr Ohr an den Mitgliedern hat.

Wie wichtig ist diese Erneuerung aus Ihrer Sicht?

Wir stehen aus meiner Sicht an einem entscheidenden Punkt in der Parteidiskussion. Wir waren zu sehr mit uns selbst beschäftigt und müssen wieder darauf schauen, was uns ausmacht. Und das mit gegenseitigem Respekt. Wir sind breit aufgestellt, und müssen unterschiedliche Meinungen und Interessen zusammenführen. Die Mitglieder dabei offen und breit einzubinden, ist wichtig und ich hoffe, dass sich das auch im Ergebnis widerspiegeln wird. Aber daran habe ich nach dem Auftakt keine Zweifel mehr.

Was hat Sie persönlich dazu bewogen, im Prozess mitzumachen?

Im Mainzer Stadtrat bin ich seit vielen Jahren jugendpolitische und sozialpolitische Sprecherin, bin Landesvorsitzende im Verband kinderreicher Familien – und ich glaube, dass wir politisch etwas aus dem Blick verloren haben, dass nur Kinder unsere Zukunft sichern. Ich bin überzeugte Sozialpolitikerin. Dafür kämpfe ich und bei diesem Thema möchte ich mich auch beim Grundsatzprogramm einbringen und darf das jetzt im Experten- und Kompetenzpool Soziale Sicherung tun.

Die Arbeitsgruppen nehmen nun ihre Arbeit auf, um gute Antworten auf die Fragen der Zeit zu entwickeln. Bis zum Parteitag im Jahr 2024 soll der gesamte Prozess dauern. In diesem September wird der Parteitag zunächst die Grundwertecharta beraten und verabschieden. Danach folgen im Frühjahr 2023 Regionalkonferenzen und eine zentrale Mitgliederbefragung, bevor Ende 2023 auf einem Grundsatzkonvent Antworten gesammelt und gebündelt werden. Daraus entsteht der erste Entwurf des neuen Programms. Auf dem 36. Parteitag 2024 soll das neue Programm beraten und verabschiedet werden.

Mehr Informationen: www.grundsatzprogramm-cdu.de

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