Nonnenwerth: CDU kämpft mit Schülern und Eltern gegen Schließung

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 2 Minute(n) Lesezeit

170 Jahre schon bietet das Franziskus-Gymnasium auf der Rheininsel Nonnenwerth bei Remagen seinen Schülern eine besondere schulische Heimat. Doch jetzt droht die Schließung durch den privaten Eigentümer, der vor knapp 16 Monaten die Insel gekauft hatte. Grund für die Schließung seien zu hohe Brandschutzkosten – angeblich gehe es um mehr als zehn Millionen Euro. Eltern, Schüler und Lehrer – ja, die ganze Region, fürchtet um die Zukunft. Abgeordnete der CDU stehen an ihrer Seite und machen sich auf allen Ebenen für den Erhalt stark. An diesem Montag nun kam es zu einer großen Protestaktion mit rund 1000 Teilnehmern. Mit dabei auch Erwin Rüddel MdB, Ellen Demuth MdL und Norbert Röttgen MdB.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel erläutert die Mutmaßung über den neuen privaten Eigentümer: Dieser habe sich offensichtlich von Beginn an damit beschäftigt, den Schulbetrieb möglichst schnell zu liquidieren, um in dieser exponierten Lage eine Wohnbebauung aufzusetzen. Die Stadt Remagen mit der kommunalen Planungshoheit sowie der Kreis Ahrweiler als Bauordnungsbehörde gehen diesen Weg jedoch laut Rüddel nicht mit – „glücklicherweise“. Gleichwohl haben alle Beteiligten jetzt die Kündigung der Schulverträge zum Schuljahresende 2021/2022 erhalten. Der Elternverein fordert vom Schulträger Zugang zu Insel und Schule, um ein unabhängiges Brandschutzgutachten erstellen lassen zu können.

Ellen Demuth MdL: „Nonnenwerth muss Chefsache werden!“

Ellen Demuth unterstützt das Anliegen als Landtagsabgeordnete nach Kräften. Sie erklärt: „Der Erhalt des Franziskus Gymnasiums Nonnenwerth ist mir ein großes Anliegen. Die staatlich anerkannte Privatschule leistet mit ihrem besonderen Bildungsangebot einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag in der Bildungslandschaft im nördlichen Rheinland-Pfalz und im angrenzenden Nordrhein-Westfalen.“ Den Lehrerinnen und Lehrern müsse ein sicherer und unbegrenzter Zugang zu ihrer Lehrstätte und Unterrichtsverpflichtung erlaubt sein. Ellen Demuth MdL betont: „Viele Fragen stehen im Raum, und die Zeit läuft gegen Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer. Daher ist nun zeitnah Konfliktmanagement von ganz oben gefragt!“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende im rheinland-pfälzischen Landtag fragt daher konkret bei der rheinland-pfälzischen Landesregierung nach, wie Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur drohenden Schließung steht und was sie unternommen hat. Da das Land bei einer Schließung der Schule einen Rückforderungsanspruch auf ausgezahlte Fördergelder habe, wolle sie wissen, ob dies in den Verhandlungen schon deutlich gemacht wurde, so Demuth. Immerhin gehe es um fast 2,2 Millionen Euro.

Bei der Suche nach neuen Trägern für Nonnenwerth seien verschiedene Modelle diskutiert worden, so die CDU-Politikerin weiter. Dazu stellt sich ihr die Frage, ob die Landesregierung beispielsweise einen Staatsvertrag mit Nordrhein-Westfalen für realistisch und umsetzbar erachte, um den Weiterbestand zu sichern.

Erwin Rüddel MdB : „Gute Bildung endet nicht an Wahlkreisgrenzen“

Bereits Anfang November 2021 hatten sich Erwin Rüddel MdB und Ellen Demuth MdL gemeinsam mit der Schulleitung sowie der Eltern- und Schulgemeinschaft auf der Insel Nonnenwerth zum Informationsaustausch getroffen. „Wir fühlen uns insbesondere den Schülerinnen und Schülern aus unseren Wahlkreisen – in den Regionen Westerwald und Rheinschiene – gegenüber verantwortlich, für den Fortbestand deren gewählten Schulstandortes vehement einzutreten. Dabei geht es schließlich um gute Bildung, die nicht an Wahlkreisgrenzen enden darf“, bekräftigt Erwin Rüddel.

Ellen Demuth MdL und Erwin Rüddel MdB mit der Schulleitung, Elternvertretern und Schülervertretung auf Nonnenwerth

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