11000 Türen, über 70 Gemeinden: Der Haustürwahlkampf des Christian Klein

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 3 Minute(n) Lesezeit

Christian Klein „rennt sich die Hacken ab“, sagt CDU-Generalsekretär Jan Zimmer anerkennend über seinen Parteifreund – beide kommen aus dem Kreisverband Rhein-Hunsrück. Und dort wird an diesem Sonntag gewählt: Der 34-jährige Christian Klein tritt für das Amt des Landrats an und führt einen engagierten Wahlkampf. Seit November hat der Rheinböllener im Kreis an mehr als 11.000 Türen geklopft und über 70 Gemeinden besucht. Wir haben mit dem gelernten Juristen und Verwaltungsrichter darüber gesprochen, was ihn motiviert und wie er die Menschen in seiner Heimat auch zu Pandemiezeiten von seiner Person überzeugen will.

Egal, ob Schnee, Regen oder Nebel: Sie sind Tag für Tag im Kreis unterwegs und stellen sich den Menschen an der Haustür vor. Es gäbe bequemere Wege, Werbung für sich zu machen.

Wer hat gesagt, dass Wahlkampf bequem ist (lacht)? Aus meiner Sicht kann nichts – kein Plakat oder Flyer – das persönliche Gespräch ersetzen. Ich will, dass die Menschen die Möglichkeit haben, mich kennenzulernen und sich ein direktes Bild zu machen – natürlich corona-gerecht. Deshalb werde ich bis zum letzten Tag unterwegs sein und mich vorstellen. Aber es geht mir dabei auch ums Zuhören. Das ist ganz wichtig: zu erfahren, was die Menschen umtreibt, welche Ideen sie haben. Ganz nebenbei habe ich in all der Zeit übrigens auch ein paar Kilo abgenommen. Das hat auch nicht geschadet.

Mir liegt alles daran, dass unsere Heimat so lebenswert bleibt und dass sie Familien, sie Jung und Alt gute Bedingungen bietet.

Und was bewegt die Menschen in der Region? Was wollen Sie für den Rhein-Hunsrück-Kreis erreichen?

Ich bin in dieser schönen Region aufgewachsen und fest verwurzelt. Mir liegt alles daran, dass unsere Heimat so lebenswert bleibt und dass sie Familien, sie Jung und Alt gute Bedingungen bietet.
Dafür müssen wir jedoch einiges angehen. Viele Menschen beklagen sich zum Beispiel über den schlechten ÖPNV; große Sorgen bereitet vielen die medizinische Versorgung auf dem Land. Hier brauchen wir neue Antworten und entschlossenes, initiatives Vorgehen. Um den Kreis wirtschaftlich stark aufzustellen, müssen wir an der Infrastruktur und der Digitalisierung arbeiten. Den Netzausbau will ich umgehend zur Chefsache machen. Wer heute unseren Landkreis quert, bei dem bricht mindestens fünf Mal die Verbindung ab – das kann und darf nicht sein!
Nicht zuletzt bietet unsere Region auch eine wunderschöne Landschaft, die attraktiv für Touristen ist. Nicht nur mit Blick auf die BUGA2029 müssen wir an einem vielfältigen, gemeinsamen Angebot arbeiten, um unser touristisches Potenzial auszuschöpfen.

Immer mehr prägen allerdings Windräder das Bild im Hunsrück. Wie stehen Sie zum weiteren Ausbau der Windkraft?

Unser Landkreis hat zum Ausbau der Erneuerbaren Energien insbesondere durch den Windenergieausbau schon einen Riesenbeitrag geleistet. Aber in Zukunft sollten wir den Fokus auf die Photovoltaik auf Dächern richten. Als Landkreis können wir mit unseren Gebäuden mit gutem Beispiel vorangehen und eine weitere Flächenversiegelung vermeiden.

Hand aufs Herz: Sind Sie froh, wenn dieser anstrengende Wahlkampf am Sonntag zu Ende geht?

Das ist nicht gesagt! Es deutet, bei vier Bewerbern, vieles darauf hin, dass es zu einer Stichwahl kommt. Ich werde nicht nachlassen, denn mir liegt wirklich sehr viel an dieser Wahl. Ich bin ein durch und durch politischer Mensch, engagiere mich schon seit meiner Jugend für meine Heimat – sei es in der Kommunalpolitik oder in unserer Kirchengemeinde. Ich will alles dafür tun, dass unsere Region sich gut entwickeln kann und für alle lebenswert bleibt. Und ich glaube, dass ich mit meiner beruflichen Erfahrung einiges an Fachkompetenz und Eigenschaften mitbringe, die an der Spitze der Verwaltung wichtig sind.

Sollte es zur Stichwahl Ende Januar kommen…

… mache ich inzwischen die 12.000 Türen voll!

Wir wünschen viel Erfolg und danken für das Gespräch!

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