Angela Merkel, Vorbild für viele Frauen

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit

16 Jahre war sie Kanzlerin, nun endet eine Ära. Angela Merkel hat nach Auffassung von Ursula Groden-Kranich, der Landesvorsitzenden der Frauen Union (FU), viel für die Frauen in diesem Land erreicht. „Vielen Frauen ist sie Vorbild. Sie hat mit ihrer Vita und ihrer Karriere gezeigt: es gibt nichts, was frau nicht erreichen kann“, so Groden-Kranich.

Im Ausland, etwa in Frankreich, wird Ursula Groden-Kranich oft auf Angela Merkel angesprochen. Denn dort wird die unprätentiöse Art und der unaufgeregte, konsensorientierte Führungsstil Merkels als sehr wohltuend empfunden. „Angela Merkel ist es gelungen, mit ihrer ruhigen Sachlichkeit das Schiff Deutschland und das Schiff Europa auch bei hoher See sicher und mit klarem Kurs zu steuern“, sagt Ursula Groden-Kranich.

Merkel, mit ihrer ganz besonderen Lebensgeschichte und ihrer Amtsführung, ihrer werteorientierten Art, sei bis heute Vorbild für viele Frauen. „Weil sie so ist, wie sie ist, konnte sie auch Frauen, die womöglich nicht der Union nahestanden, überzeugen“, so die Einschätzung der FU-Landesvorsitzenden.

Merkel, die stets Unterschätzte: Von der stellvertretenden Regierungssprecherin der letzten DDR-Regierung über das Amt der Familienministerin unter Helmut Kohl, noch als „Kohls Mädche“ belächelt, Umweltministerin, CDU-Generalsekretärin bis hin zur Kanzlerin 2005. Es war letztlich die unfassbare Macho-Attitüde Gerhard Schröders noch am Wahlabend, die Merkel zum endgültigen Durchbruch verhalf. Dass Olaf Scholz vor allem daran gemessen wird, wie viel „Merkel“ in ihm steckt, spricht Bände über das Standing der Kanzlerin auch in den Medien.

Der Abtritt Angela Merkels von der politischen Bühne und die verlorene Bundestagswahl sind für die CDU eine Zäsur. Ursula Groden-Kranich ist überzeugt: Jetzt steht die Parteiarbeit im Vordergrund. Das bedeutet, dass der neue Parteivorsitzende zuerst nach innen, in die Partei hinein, wirken müsse. Die Frage einer Kanzlerkandidatur stelle sich derzeit überhaupt nicht. „Wir brauchen jetzt einen neuen Parteivorsitzenden und keinen Kanzlerkandidaten.“ Es gehe darum, Geschlossenheit in der Partei zu erzeugen, „und zwar von unten nach oben“. Die CDU sollte künftig überlegen, ob sie Parteivorsitz und Kanzleraufgaben in einer Hand lassen wolle.

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