Wann ist ein Jungtalent ein Jungtalent?

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit
Jens Münster beim Deutschlandtag

Drei Wochen nach der Wahl hat die Junge Union in Münster ein Resümee gezogen und die Ergebnisse diskutiert. Auch die Debatte um den Parteivorsitz stand im Raum. Aus Rheinland-Pfalz war natürlich auch Landesvorsitzender Jens Münster dabei und schildert seine Eindrücke.

„Deutschlandtage der Jungen Union sind immer etwas Besonderes. So auch in diesem Jahr. Mit dem Tagungsort Münster war eine wunderbare Stadt für die diesjährige Tagung der Jungen Union gewählt. Vieles war wie immer, manches durch die Wahlniederlage im September aber auch ganz anders.

Die meisten Redner, auch Armin Laschet selbst, machten deutlich: Am Wahlergebnis der CDU bei der Bundestagswahl gibt es nichts zu beschönigen. Es ist eine deutliche Niederlage gewesen. Ich finde: Nun geht es darum, neue Kraft zu sammeln, neue Themen zu finden und neue Köpfe aufzubauen. Aus meiner Sicht als Teilnehmer der JU aus Rheinland-Pfalz am Deutschlandtag ist das ein wichtiger Prozess in der Demokratie und nach diesem Wahlergebnis auch eine nachvollziehbare Option.

Auf dem Deutschlandtag der Jungen Union wurde vielen Delegierten aus ganz Deutschland klar, dass sicherlich nicht alle Bewerber, die für die Position des Bundesparteichefs in Frage kommen, Männer aus Nordrhein-Westfalen sind. Denn wir haben nicht nur Mitglieder, die Männer aus Nordrhein-Westfalen sind. Alle Kandidaten, die bislang genannt werden und sich auf dem Deutschlandtag der Jungen Union in der ein oder anderen Form mit Reden präsentierten, sind zweifelsfrei gute Leute. Es gibt aber auch genügend potenzielle Bewerberinnen und Bewerber aus anderen Bundesländern. Und natürlich gibt es auch Frauen, die Vorsitzende können.

„In der CDU gilt man mitunter noch als ‚Jungtalent‘, wenn man deutlich über 50 Jahre alt ist. Darüber müssen wir reden.“

Was ich aus dem Deutschlandtag noch mitnehme, ist: Es ist an der Zeit, darüber zu sprechen, dass es in der Jungen Union viele Mitglieder gibt, die sich in der CDU ein bisschen blockiert sehen. In der CDU gilt man mitunter noch als „Jungtalent“, wenn man deutlich über 50 Jahre alt ist. Darüber müssen wir reden. Wenn man zukünftig auch wieder Wählerinnen und Wähler unter 50 erreichen will, muss es auch Identifikationsfiguren geben, die zum Beispiel 30 oder 40 sind. Das ist ein absolut notweniger, natürlicher Prozess für eine Volkspartei, welche die Breite der Bevölkerung abdecken möchte.“

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