CDU-Generalsekretär: „Mit warmen Worten heizt man keine Wohnungen“

| Kategorie: Kategorie: Aus der Partei | 1 Minute(n) Lesezeit

Jan Zimmer, Generalsekretär der CDU Rheinland-Pfalz, reagiert mit Fassungslosigkeit auf die heutigen Äußerungen des „Vor-Ort-Beauftragten“ des Landes, Günther Kern, im Ahrtal. „Mit warmen Worten heizt man keine Wohnungen“, stellt Zimmer klar. „Angesichts hunderter Menschen, die noch immer keine Heizungen oder keinen Strom in ihren Häusern und Wohnungen haben, muss man sich ernsthaft fragen, woher der Landesbeauftragte seine Einschätzung der Lage nimmt.“

Im Interview mit der „Rhein-Zeitung“ hatte Kern von „lächelnden Menschen“ berichtet, die frohen Mutes seien. „Das ist eine einzige Schönmalerei und hilft keinem Betroffenen. Wir hören immer noch viele Stimmen von Menschen, die verzweifelt auf finanzielle Unterstützung und auf Versorgung warten. Es zeigt sich jetzt, was wir als CDU von Anfang an befürchtet haben: Der sogenannte Vor-Ort-Beauftragte ist nicht der Macher, der so dringend gebraucht würde. Im Gegenteil: Kern berichtet von Gesprächen hier, Gesprächen da, aber bei aller Liebe: Es muss ums Handeln gehen! Was sagt es über seine Arbeit aus, wenn er den Energieversorgern gegenüber „deutlich macht“, sie müssten „einfach dafür sorgen, die Netze stabil zu halten“? Das ist ein schlechter Witz für die Betroffenen vor Ort. Die Versorgung muss schnellstmöglich wiederhergestellt werden – mit aller Kraft. Günther Kern ist scheinbar ein reiner „Vor Ort-Gesprächsbeauftragter“ – aber vom Reden allein werden eben keine Wohnungen warm.“

Hilfen laufen zu schleppend

Zimmer kritisierte auch das Tempo bei den Hilfen des Landes: „Mehr als 9500 Anträge zum Wiederaufbaufonds liegen dem Land vor. 300 sind ‚in Auszahlung‘, wie es heißt. So bleiben warme Worte heiße Luft – viel mehr als Bilder hat die Landesregierung zur Aufarbeitung der Flutkatastrophe noch nicht produziert.“ Das Land müsse schleunigst mehr Personal zur Bearbeitung der Anträge einsetzen und gegebenfalls an anderen Stellen abziehen. „Wir stehen vor der kalten, dunklen Jahreszeit. Es darf keine Zeit verloren gehen“, so Zimmer.

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