‚Schule der Zukunft‘ löst nicht Probleme der Gegenwart

| Kategorie: Kategorie: Aus der Fraktion | 1 Minute(n) Lesezeit
(c) CDU / Christiane Lang

Mit ihrer Marke ‚Schule der Zukunft‘ präsentierte die Landesregierung in dieser Woche ein unter Marketinggesichtspunkten griffiges Label:  Insgesamt 45 Schulen sollen zeitnah starten. Geplant sind im ersten Schritt bis zu 100 Pilotschulen, die „neue Formen des Lernens“ ausprobieren sollen. Dafür stellt die Landesregierung im Haushalt ab 2023 zehn Millionen Euro im Jahr zur Verfügung. Der CDU-Landesvorsitzende Christian Baldauf kritisiert: „Eine Reform, die meint, der Weg sei das Ziel, wird den großen Herausforderungen der Schulpolitik nicht gerecht.“ 

Gute Schulpolitik müsse in erster Linie alles dafür tun, den individuellen Erfolg der Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu rücken und Chancengerechtigkeit auch für jene herzustellen, die es schwerer haben.

„Diese Herausforderung beginnt bereits in den Kitas. Wer nicht richtig schreiben und lesen kann, wird Probleme bekommen. Das muss früh getestet werden, um gezielt fördern und helfen zu können. Essentiell ist die verbindliche Fortführung der Sprachförderung dort – auch nach Streichung der Mittel dafür durch die Bundesregierung. Hier muss die Landesregierung Antworten geben. Zudem brauchen wir im Anschluss mehr Deutschunterricht in der Grundschule.“

Baldauf warf zudem die Frage auf: „Was tut die ‚Schule der Zukunft‘ dagegen, dass 10 Prozent des Unterrichts ausfallen oder nicht adäquat vertreten werden? Das trifft alle, schmälert Chancen.“ Die Antwort seien nicht Dialogprozesse, sondern kleinere Klassen und mehr Lehrer. Das sichere Lernerfolg und Zukunftsperspektiven. „Dazu gehört auch mehr Schulsozialarbeit und mehr integratives Personal, z.B. im Bereich Ergotherapie und Logopädie in den Kitas“, betonte Baldauf.

Die Einbindung Betroffener sei wichtig, wenn daraus die richtigen Schlüsse gezogen werden. „Das hat die Landesregierung bisher versäumt. Die Probleme bis hin zur mangelhaften Digitalisierung sind bekannt. Sie liegen auf dem Tisch.“

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