Die vierte Welle rollt was jetzt das Land tun muss

| Kategorie: Kategorie: Aus der Fraktion | 2 Minute(n) Lesezeit

Angesichts steigender Infektionszahlen hat CDU-Oppositionsführer Christian Baldauf die Landesregierung aufgefordert, die Impfzentren im Land wieder zu öffnen. Auch kritisierte er im Landtag die Regierung, weil diese die Coronatests von Schülern heruntergefahren habe.

Die vierte Welle in Deutschland rollt, und die Debatte, wie man der Situation Herr werden kann, läuft. Gesundheitsminister Hoch (SPD) hatte unlängst ein Konzept dazu vorgestellt. Baldauf sagte bei einer aktuellen Debatte, mehr Tempo bei Auffrischungsimpfungen (Boostern) seien ein wichtiges Instrument, um die vierte Welle in Schach zu halten. „Deshalb müssen wir schnellstmöglich alles mobilisieren, um jeder und jedem in extrem kurzer Zeit ein Angebot zu machen.“ Die von Minister Hoch vorgeschlagenen Maßnahmen würden dies aber nicht hergeben, so Baldauf. Er sprach damit die geplanten Impfzentralen an 18 Krankenhäusern in Rheinland-Pfalz an. Er habe kein Verständnis dafür, dort ein Impfangebot zu schaffen, wo ohnehin schon die Hauptlast der Pandemie getragen werden.

Der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Christoph Gensch, ergänzte: „Überhaupt auf die Idee zu kommen, die Ströme impfwilliger Personen, während der Hochzeit einer Pandemiewelle, während wir gegen die hochinfektiöse Delta-Variante kämpfen, an die Krankenhäuser zu lotsen, würde ich als fahrlässig bis absurd bezeichnen. Wir versuchen seit Beginn der Pandemie den Krankenhausbereich maximal zu schützen und einen Viruseintrag von außen zu vermeiden und dieser Vorschlag des Gesundheitsministers maximiert den Publikumsverkehr in und um die Krankenhäuser und gefährdet Patienten. Das geht so nicht!“

Nur mit einer Gesamtstrategie, welche die bewährten Impfzentren, die hochengagierten Hausärzte und die mobilen Impfbusse und mobilen Impfteams miteinbezögen, könne man den Bürgern zeitnah eine dritte Impfung anbieten und so einen entscheidenden Beitrag zu Pandemiebekämpfung leisten. Gensch: „Das ist der einzig richtige Weg, die richtige Strategie.“

Schutz der Kinder darf keine Frage des Geldes sein

Baldauf kritisierte zudem, dass Rheinland-Pfalz die Zahl der Tests an den Schulen auf nur noch einmal pro Woche heruntergefahren habe. „Das ist ebenso fahrlässig wie gefährlich!“. Hessen haben hingegen angekündigt, die Tests an Schulen auf drei pro Woche auszuweiten. Baldauf erklärte, der Schutz von Kindern und Jugendlichen dürfe keine Frage des Geldes sein. Er forderte: Drei Tests pro Woche bei Kindern unter 12 Jahren und ungeimpften Jugendlichen sowie ein Test pro Woche bei geimpften Jugendlichen. Zudem sprach er sich für drei verpflichtende Tests für ungeimpfte Lehrer und Erzieher pro Woche, den häufigerem Einsatz von Impfbussen an Schulen sowie ein flächendeckendes Corona-Testsystem auch für die Kitas aus. Es sei Eile geboten.

 

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