Gerd Schreiner: „Klimaschutz drängt- und zwar jetzt!“

| Kategorie: Kategorie: Aus der Fraktion | 2 Minute(n) Lesezeit

Klimaschutz ist eines der zentralen Themen, das die Menschen aktuell und in Zukunft beschäftigen wird, es ist ein Langstreckenlauf. Eine der größten globalen Herausforderungen für die nächsten Jahrzehnte auf dem Gebiet des Umweltschutzes ist zweifellos die Reduktion des durch den Menschen verursachten Treibhauseffekts. Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz nimmt sich diesem wichtigen Thema an. Gerd Schreiner, 51 Jahre alt, ist Vorsitzender des Ausschusses für Klima, Energie und Mobilität des rheinland-pfälzischen Landtags. Seit der strukturellen Umstellung in der Landtagsfraktion ist Gerd Schreiner zusätzlich Zukunftsfeldleiter im Bereich Klimaschutz und Landwirtschaft. Was sind die Ziele der CDU? Kann die CDU Klimaschutz?

 

Herr Schreiner, Klimaschutz ist wohl eines der, wenn nicht das, drängendste politische Thema innerhalb unserer Gesellschaft. Kann die CDU Klimaschutz?

Ganz klar: Ja. Ich bin überzeugt, dass die CDU es schaffen kann, die wichtigen Akteure an einen Tisch zu holen und kluge Ideen voranzubringen. Die Aufgaben, die im Bereich Klimaschutz vor uns liegen, sind enorm. Wir setzen daher auf Fachleute. Wir machen uns schlau!

Wie kann man sich das vorstellen?

Innerhalb unserer Landtagsfraktion haben wir die drei Arbeitskreise, die sich mit Fragen des Klimas beschäftigen zu einem Zukunftsfeld zusammengeschlossen. Neben unserem unterschiedlichen fachlichen Hintergrund, den jedes Mitglied zweifellos mitbringt, suchen wir den ständigen Austausch mit Experten und Praktikern. Dazu zählt beispielsweise unser Praktiker-Stammtisch, Treffen mit Verbänden und nicht zuletzt unsere Vor-Ort-Termine in der Fläche von Rheinland-Pfalz und darüber hinaus.

Was ist ihr Ziel für die aktuelle Legislaturperiode?

Klimaschutz drängt- und zwar jetzt! Dazu brauchen wir Konzepte, die schnell und effektiv greifen. In den letzten Wochen lag unser Fokus auf der Energieversorgung für Rheinland-Pfalz. Die Diskussionen um Windräder und zum Solargesetz sind uns noch präsent. Wo kommt in Zukunft unser Strom her? Wie verhindern wir mit resilienten Netzen Blackouts? Wo kommen die Speichertechnologien der Zukunft her? Kurz um: Es geht um den Energiemix für die nächsten Jahre! In der nächsten Woche werden wir uns in Süddeutschland zum Thema Wasserkraftwerke informieren. Wir brauchen Alternativen, andere Bundesländer und Länder haben uns da schon überholt – Zeit für die Überholspur!

Ist also Umweltpolitik nur erneuerbare Energien?

Nein. Genau das zeigen wir übrigens mit dem Zukunftsfeld. Es darf keine Zielkonflikte beispielweise mit der Landwirtschaft geben. Auch hier suchen wir das Gespräch. Landwirtschaftliche Betriebe dürfen in Fragen des Klimaschutzes nicht grundsätzlich das Nachsehen haben. Wir haben beispielsweise in der Eifel einen Betrieb mit eigener Biogas-Anlage besucht: Strom- und Wärmeerzeugung direkt vor Ort!

Aber auch über unser Zukunftsfeld hinaus heißt es miteinander und nicht gegeneinander. Verkehr und Wirtschaft sind mit großen Akteuren auch in Rheinland-Pfalz wichtige Pfeiler des Klimaschutzes. Deshalb sind wir auch hier in enger Abstimmung mit Helmut Martin und seinem Zukunftsfeld, sowie Menschen aus der Praxis. Das nächste große Projekt also: Mobilitätsmix!

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