Das Verbrenner-Aus ist ein Fehler!

| Kategorie: Kategorie: Aus dem Europäischen Parlament | 1 Minute(n) Lesezeit

Diese Woche hat das Europäische Parlament in Straßburg entschieden, den Verbrennermotor ab 2035 grundsätzlich zu verbieten. Es dürfen dann keine solchen Neuwagen mehr zugelassen werden. Unser Europa-Abgeordneter Ralf Seekatz hält die Entscheidung für falsch. Warum, erklärt er in seinem Meinungsbeitrag.

„Solange es keine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Alternative gibt, schwächen wir durch ein Verbot die Wirtschaftskraft Europas und machen das Autofahren für den Bürger zum Luxusgut.

Wer nun glaubt, dass europäische Autobauer deshalb auf die Produktion von Verbrennern verzichten werden, wird sich noch die Augen reiben. In weiten Teilen der Welt freut man sich auf neue Produktionsstätten und gerade in Schwellenländern auf eine günstige und praktikable Technologie.

Wir müssen weg von der Abhängigkeit vom Öl, das ist uns allen klar und das zeigt uns der Krieg in der Ukraine jeden Tag schmerzlich. Es gibt aber vielversprechende alternative Kraftstoffe wie E-Fuels. Auch diese sind heute noch nicht massentauglich, sie aber grundsätzlich aus Europa zu verbannen, zeugt von einer ideologisierten grünen Politik und hat mit der Realität unserer Menschen und den Ansprüchen unserer Wirtschaft nichts zu tun.

Mein Wunsch wäre es gewesen, weiterhin an der Massentauglichkeit verschiedener Kraftstoffe zu forschen. Dazu gehört die E-Mobilität, dazu gehört aber auch der Verbrenner. Für eine Übergangszeit hätten wir leider weiter mit Benzin fahren müssen. Dass wir ab 2035 jedes Kfz mit nachhaltigem Strom fortbewegen, halte ich für nahezu ausgeschlossen!“

Ralf Seekatz MdEP

Hintergrund:

Ende letzten Jahres haben sich Vertreter von Rat, Kommission und Europaparlament auf neue CO2-Reduktionsziele für Pkw und Lieferwagen geeinigt. Diese Einigung sieht vor, dass Pkw bis 2030 ihre CO2-Emissionen um 55 Prozent senken müssen, Lieferwagen um 50 Prozent. Bis 2035 gelten für Pkw und Transporter Reduktionsziele von 100 Prozent. Damit ist das Aus des Verbrennungsmotors besiegelt. Die EVP hatte sich in den Verhandlungen für ein Reduktionsziel von 90 Prozent bis 2035 eingesetzt, um die Technologieoffenheit zu wahren. Dafür gab es jedoch keine Mehrheit.

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